Am kommenden Sonntag fällt der Startschuss für die 21. BIKE Transalp powered by Sigma um 9:00 Uhr auf dem Sportgelände Glenthof in Imst, Österreich. Vom 15. bis 21. Juli 2018 werden 750 gemeldete Mountainbiker in sieben Etappen die Alpen überqueren und auf ihrem Weg nach Arco, Italien, mehr als 500 Kmr zurücklegen und über 18.000 Hm bewältigen. Der erste Teilabschnitt des Klassikers für Zweierteams führt die Mountainbiker über knapp 90 Kilometer und rund 3.000 Höhenmeter über die Pillerhöhe und Pfundser Tschey samt kurzem Abstecher in die Schweiz nach Nauders. Ein schwerer Auftakt der Rennwoche, dem sich Teilnehmer aus 35 Nationen stellen.
Das Gros der Starter kommt aus Deutschland (170). Allerdings sind auch Belgien (50), Holland (45) und die Schweiz (31) stark vertreten. Die weiteste Anreise haben Sportler aus Ecuador, Kolumbien, Südafrika, den USA, Costa Rica, Malaysia, Thailand oder dem Jemen auf sich genommen. Kein Wunder, denn die Route führt in diesem Jahr tief hinein in die gewaltige Bergwelt zwischen Ortler- und Adamellogruppe. Den massiven Angriff auf die Zentralalpen vollziehen die Teilnehmer dabei auf alten Schmugglerpfaden, selten befahrenen Almwegen und auf Panorama getränkten Passstraßen. Hinzu kommen lässige Freeride-Passagen in einigen der schönsten Bike-Reviere der Alpen wie dem Bikepark Livigno sowie unvergessliche Momente im Valmora-Tal oder auf der Alta Via Camuna, die gegen Ende der Rundfahrt weit über der Waldgrenze ins Val di Sole und zum Passo Tonale führt.
Angeführt wird das Feld von zahlreichen Profiteams, von denen sich einige Hoffnungen auf den Titel machen. Nachdem die Fahrer von Centurion Vaude aber in den letzten fünf Jahren die Geschicke an der Spitze bestimmt haben, werden die Mountainbiker vom Team Bulls, Wilier Force 7C oder Buff Scott MTB Team alles in die Waagschale werfen müssen, um die Dominanz des Ravensburger Radstalls Centurion Vaude zu brechen.
Der Kreis der Titelaspiranten bei der diesjährigen BIKE Transalp powered by Sigma ist um eine starke Paarung reicher. Mit Francesc Guerra Carettero (ESP) und Luis Leao Pinto (POR) schickt sich ein Duo von der Iberischen Halbinsel an, im Kampf um den Titel ein gewichtiges Wort mitzureden. Beide treten das Rennen über den Alpenhauptkamm mit breiter Brust an, nachdem sie vergangenen März als Vierte nur knapp am Podium der Cape Epic vorbeigeschrammt sind. Guerra Carettero hat darüber hinaus im letzten Jahr mit einigen guten Ergebnissen aufhorchen lassen. Der 28-jährige Telekommunikationsingenieur siegte nicht nur beim La Rioja Bike Race und dem Catalunya Bike Race, sondern wurde außerdem noch Vierter des Swiss Epic. Sein zehn Jahre älterer Mitstreiter Leao Pinto, der erst seit diesem Jahr für das BUFF SCOTT MTB Team fährt, blickt ebenfalls auf eine bis dato extrem erfolgreiche Karriere zurück. Der zehnfache portugiesische Meister hat nicht nur die berühmte La Ruta de los Conquistadores erfolgreich bestritten, sondern auch den Titan Desert oder Brasil Ride gewonnen. In diesem Jahr peilen die beiden gemeinsam den nächsten großen Wurf an. Ob dieser das Ziel trifft und beide am Ende des siebentägigen Etappenrennens auf dem Podium stehen, zeigt sich ab dem 15. Juli, wenn der Startschuss zur 21. BIKE Transalp powered by Sigma in Imst ertönt.
Einen detaillierteren Überblick zur Strecke gibt es HIER
